„Wie geht’s dir?“ „Gut und dir?“
Kommt dir diese Floskel bekannt vor? Wie oft antwortest du mit „gut“ obwohl du eigentlich sagen möchtest „ich bin verdammt müde und echt gestresst in letzter Zeit“. Manchmal ist die Antwort aber auch schon so verankert, dass wir gar nicht auf die Idee kommen würden, etwas anderes zu sagen.
Manchmal wollen wir unserem Gegenüber vielleicht auch nicht erzählen was wir wirklich fühlen. Wichtig ist, dass wir das für uns selbst klar haben. Manchmal ist das gar nicht so einfach. Verschiedene Reaktionen lösen ganz unterschiedliche Emotionen in uns aus. In diesem Beitrag soll es genau darum gehen. Wir schauen und Emotionen und Gefühle näher an und versuchen das ganze Gefühlswirrwarr mal ein bisschen zu ordnen.
Was sind Emotionen und was Gefühle?
Emotionen sind, vereinfacht gesagt, Reaktionen unseres Körpers auf bestimmte Reize. Entsprechend haben sie die Merkmale „kurzfristig“ und „intensiv“. Emotionen sind Begriffe wie Freude, Wut, Angst oder Trauer.
Ein Gefühl ist die damit zusammenhängende Interpretation der körperlichen Reaktionen auf ein Ereignis. Wir ordnen unter dem Begriff Gefühl, Emotionen ein, für die wir einen Namen kennen. Bei der Emotion „Angst“ können Gefühle wie Besorgnis, Nervosität, Unsicherheit oder auch Panik entstehen.
Wie sind der Zusammenhang von Emotionen und Gefühlen aus?
Ein Beispiel: Du fährst im Zug von Berlin nach München. Auf deinem reservierten Platz sitzt schon jemand und weigert sich aufzustehen.
Die zugrunde liegende Emotion ist erstmal „Wut“. Du könntest dich also in dieser Situation gereizt, verärgert oder sogar feindselig fühlen. Das macht sich auch in deinem Körper bemerkbar. Beispielsweise könntest du spüren wie dein Herz schneller schlägt, vielleicht atmest du auch schneller und nicht mehr so tief ein. Du kannst ein Zittern, vor allem in den Händen bemerken. Dein ganzer Körper spannt sich an, bereit zu kämpfen. Deine Mimik (Gesichtsausdruck) verändert sich, du ziehst zum Beispiel die Augenbrauen zusammen, dein Mund wird zu einer geraden Linie, vielleicht presst du auch die Lippen aufeinander. Dein Gesicht könnte heiß werden. Wenn du die Person ansprichst kann es sein, dass du lauter sprichst als gewöhnlich, dein Tonfall schnippischer wird oder deine Stimme zittert.
Emotionen beeinflussen unser Handeln
Du siehst, in unserem Körper kann ganz schön viel passieren, wenn wir eine Emotion erleben. Und die körperlichen Reaktionen lassen sich eigentlich oft sehr gut deuten.
Bei der Emotion „Freude“, weil du vielleicht eine Jobzusage für deinen Traumjob bekommen hast, kannst du dich zum Beispiel glücklich, begeistert, zufrieden oder vergnügt fühlen. Deine Mimik wird offener, der Mund zieht sich nach oben (auch als Lächeln bekannt), dein Herzschlag beschleunigt sich abermals, du kannst ein warmes Gefühl im Brustbereich spüren.
Es gibt super viele Gefühle. Für einen Überblick über diese lassen sich im Internet einige Bilder des Gefühlsrads finden. Manchmal kann das hilfreich sein um sich selbst und auch anderen Menschen zu sagen, wie man sich gerade fühlt.
Außerdem gibt es verschiedene Methoden um die eigenen Gefühle wahrzunehmen, zu deuten und zu verstehen. Grundsätzlich gilt: Alle Gefühle dürfen gefühlt werden. Es ist wichtig zu verstehen, dass Gefühle eine wichtige Funktion haben und auch einen nicht unerheblichen Teil der zwischenmenschlichen Kommunikation einnehmen.
Wie verstehe ich meine eigenen Gefühle?
Hier sind einige Übungen um die eigenen Gefühle besser wahrzunehmen:
Wenn du das nächste Mal etwas fühlst, versuche es nicht zu bewerten. Sag dir bewusst, dass du gerade glücklich, aufgeregt oder enttäuscht bist und nimm dir ein oder zwei Minuten Zeit um in dich hineinzuhören. Vielleicht hilft zusätzlich auch ein Blick in den Spiegel (oder in deine Handykamera). Was für körperliche Reaktionen kann ich spüren? Schlägt mein Herz vielleicht schneller? Ändert sich mein Gesichtsausdruck? Versuche, dir zu sagen, dass es okay ist dich so zu fühlen. Gerade bei „schlechten“ Gefühlen.
Als schlechte Gefühle beschreiben wir oft diese, die unsere Laune stark ins negative verändern können. Das können vor allem Wut und Trauer aber auch Angst echt gut. Nimm dir doch mal zehn Minuten Zeit und überleg dir, was dir hilft wenn die Laune richtig schlecht ist. Ist es vielleicht ein Spaziergang in der Natur? Ein Telefonat mit einer wichtigen Person? Es gibt viele Möglichkeiten für den Umgang mit negativen Gefühlen. Weinen, Musik hören, ins Kissen brüllen.
Wie kann man schlechte Gefühle verstehen?
Wenn ich mich schlecht fühle hat sich für mich vor allem ein Tipp bewährt: die radikale Akzeptanz. Dieser Ansatz aus der Psychotherapie geht von folgendem Mantra aus: Es ist richtig scheiße aber es ist okay. Dieses akzeptieren von einem jeweiligen Gefühl führt in erster Linie dazu, dass du es annehmen kannst und dir gleichzeitig bewusst machst, dass du im jetzigen Moment nichts daran ändern kannst. Gefühle vergehen und das ist gut so.
Um dir das zu beweisen, kannst du dir auch deine Gefühle in der jeweiligen Situation einmal aufschreiben. Schau am Ende des Tages einmal auf deine Gefühlssammlung und stell dir die Frage, ob überhaupt noch ein Gefühl davon gerade präsent ist.
Wenn du schon an dem Punkt bist, dass du auch gegenüber anderen Personen deine Gefühle verbalisieren kannst, solltest du unbedingt darauf achten, Ich-Botschaften zu verwenden. Gehen wir mal davon aus, du hattest einen richtig schlimmen Streit mit einer nahestehenden Person und diese hat Sachen gesagt, die dich verletzt haben. Du könntest der Person einerseits sagen: Du bist gemein/verletzend/scheiße. Oder du sagst: Ich bin traurig darüber, dass du das gesagt hast, es hat mich verletzt. Oft lassen sich Konflikte so minimieren und ihr kommt schneller wieder an einen Punkt, an dem ihr über das Gesagte vernünftig sprechen könnt.
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